Bildungssystem
Die schwedische Schulbildung besteht aus einer neunjährigen Pflichtschule und einer dreijährigen, freiwilligen weiterführenden Sekundarschule. Dieser Teil der Schulbildung umfasst auch die meisten Berufsausbildungen. Ein Großteil der Schüler entscheidet sich nach der Pflichtschule für die weiterführende Sekundarschule. Die Pflichtschule beginnt ab dem 7. Lebensjahr und in bestimmten Fällen auf Wunsch der Eltern ab dem 6. Lebensjahr.
Pflichtschule und weiterführende Sekundarschule stehen unter kommunaler Leitung, richten sich aber nach staatlichen Lehrplänen und staatlicher Aufsicht. Es gibt zunehmend Privatschulen, die aber auch mehr oder weniger durch öffentliche Mittel finanziert werden.
Weitere Informationen über „Grundskolan” (die schwedische Pflichtschule) und „Gymnasiet“ (die schwedische weiterführende Sekundarschule) erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde. Sehen Sie unter „Skolor“ (Schulen) in den Gelben Seiten Ihres örtlichen Telefonbuchs nach.
Internationale Schulen / Privatschulen
Setzen Sie sich mit dem „Skolverket” (Schulamt) in Verbindung. Dort können Sie weitere Informationen über Internate und internationale Schulen erhalten. Diese gibt es vorzugsweise in den größeren Städten.
Beachten Sie, dass reine Berufsbildungsgänge im Allgemeinen von der weiterführenden Sekundarschule angeboten und mit einem „Studentexamen“ (schwedisches Abitur) beendet werden.
Hochschulbildung
Wer einen Antrag auf Zulassung zu einer Hochschule oder Fachhochschule stellt, muss im Allgemeinen entweder in Schweden oder im Ausland die weiterführende Sekundarschule oder Sekundarstufe II abgeschlossen haben. Es ist fast sicher, dass gewisse Vorkenntnisse in einem oder mehreren Fächern verlangt werden.
Die meisten Hochschulen in Schweden sind staatlich. Es gibt Hochschulen und Fachhochschulen an mehr als zwanzig Standorten in ganz Schweden.
An schwedischen Hochschulen und Fachhochschulen werden keine Studiengebühren erhoben, doch muss eine Einschreibungsgebühr entrichtet werden. Es wird erwartet, dass Sie sich die Lehrbücher selbst kaufen und für Ihren eigenen Unterhalt aufkommen. Sie haben keinen Anspruch auf Zuschüsse oder Darlehen des schwedischen Staates.
Erwachsenenbildung
Alle schwedischen Gemeinden führen Erwachsenenbildungsprogramme durch, die der Pflichtschule und der weiterführenden Sekundarschule entsprechen, jedoch auch einige Ergänzungskurse umfassen. Die Gemeinden kümmern sich ferner um eine Grundbildung für erwachsene Einwanderer. Der Unterricht ist kostenlos, doch können gewisse Ausgaben für Lehrmaterial entstehen.
„Folkhögskolor” (Volkshochschulen)
Eine typisch skandinavische Form der Erwachsenenbildung sind die Volkshochschulen („folkhögskola“), bei denen es sich in erster Linie um Heimvolkshochschulen handelt. Die Schulen gehören den Provinziallandtagen oder nicht gewinnorientierten Organisationen wie Gewerkschaften, Kirchen und Abstinenzlervereinen. Sie legen ihre eigenen Lehrpläne fest und halten ein breites Kursangebot bereit, einschließlich der Bereiche Musik, Entwicklungs- und Umweltstudien.
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